Mein Name ist Astrid Herler, Ich bin Zoologin, diplomierte Fachkraft für tiergestützte Aktivitäten & Fördermaßnahmen und auch Reiki Lehrerin. Da die direkte Auseinandersetzung mit einem Tier innerlich viel bewegen kann und vor allem viel Freude bereitet, möchte ich Euch ermöglichen diese Tiere ganz nah, aber sicher zu erfahren.

Daher biete ich Tierfreunden jeden Alters gerne den direkten Kontakt und Austausch mit Tieren in einer wunderschönen Umgebung an. Jedes Tier ist, so wie der Mensch, ein Individuum. Mit gegenseitiger Achtung, Respekt und Vertrauen kann man viel Spaß, Freude und unvergessliche Momente erleben.

Wer Näheres über mich erfahren will:

Die Eichgrabner Grünen haben mich interviewt und hier ist das Ergebnis.  Vielen Dank für das Interesse aus der Nachbargemeinde!

 

 

Salvatore ist ein 8 jähriger edler, weißer Lamawallach mit schwarzem Schwanz. Wenn er jemandem vertraut, lässt er sich recht schnell und gerne streicheln. Er ist ein sehr stolzes Tier und - so wie alle 5 Lamas - kann er nicht mit Menschen, die meinen ein Tier müsse nur "funktionieren" und gehorchen. Dann streikt er und geht nicht weiter. Merkt er aber, dass der Mensch ihn gerne hat, dann geht er Seite an Seite mit "seinem Menschen" und hat seinen typischen und unverkennbaren "Ichbin ganz toll und ihr wisst es" -Blick drauf. Menschen, ob groß oder klein, die liebevoll und gleichzeitig bestimmt sind, werden ihre Freude mit Salvatore haben. Er durchschaut "seinen" Menschen schnell und übernimmt auch gerne die Führung, wenn es an liebevoller Bestimmtheit mangelt. Das bedeutet er wird versuchen so viel wie möglich zu Fressen. Das lernt man bei ihm aber ziemlich schnell.

 

 

Caral ist eine braun gepunktelte weiße 11-jährige Lamastute, die erst seit 2016 bei uns ist. Sie ist entzückend und mag Menschen, die geduldig und liebevoll sind. Caral ist legendär für ihre Nasenküsse. Fasst sie Vertrauen, kommt sie ganz nah mit ihrer Nase an ihren Menschen und beschnuppert ihn. Daraus werden die besten Selfies ;-). Berührungen mag sie nicht, da sind die Ohren schnell mal unten. Beim Wandern ist sie sehr ruhig unterwegs, ist sehr achtsam und passt sich an die Geschwindigkeit der Lamaführer an, wenn diese langsamer gehen wollen/müssen... Sie ist die einzige, die wirklich Rücksicht nimmt, wenn Mensch bergauf geht und dabei sehr schnauft, da schaut sie ihren Menschen an und bleibt stehen.

Ihre Eigenheit: sobald Menschen vor ihr gehen statt neben ihr, bleibt sie stehen, mustert den Menschen und geht erst weiter, wenn er wieder neben ihr steht. SIe ist doch irgendwie eine Prinzessin.

 

 

Lamastuten Inka (8, braun) und Coco (4, schwarz) sind im März 2018 zu uns gekommen und bereits gute Freundinnen von Caral. Sie sind beide sehr liebe, an Menschen interessierte Lamadamen, die aber Menschen mit Geduld brauchen, denn natürlich ist es außerhalb der Weide sehr aufregend und sie müssen allen Geräuschen genau zuhören und sich alles ganz genau anschauen. Wenn eine streikt, streiken sie meist zu zweit oder zu dritt (also alle Lamastuten gleichzeitig), aber die meiste Zeit gehen sie bereits sehr brav mit.  Coco hat mit Nähe überhaupt kein Problem und vermutlich berührt sie ihren Menschen auch immer wieder einmal beim Gehen. Sie ist ein wenig ein weiblicher "Hans guck-in-die-Luft". Inka liebt es an Menschen zu riechen, so schnell kann man gar nicht schauen und sie beschnuppert Haare, Kopfbedeckungen und Gesichter. Streicheln lassen sich beide nach einiger Zeit.

 

 

Rico ist ein 10-jähriger Alpakawallach, der Ruhe und Entspanntheit ausstrahlt, die ansteckt. Er geht am liebsten gaaaaanz gemütlich und langsam spazieren, darum bildet er das Schlusslicht. Streicheln lässt er sich gerne, er ist auch ganz ruhig bei kleinen Kindern und meist ist er sehr gesprächig während der Wanderung.
Als er die Lamas Sir Henry, Salvatore und Ferdinand das erste Mal traf, wollte er sich sofort anfreunden und sein Blick verriet Unverständnis, als die Lamas vor ihm und Alpaka Diego davon liefen. (Die Lamas kannten vorher keine Alpakas). Mittlerweile sind sie eine harmonische Herde.

 

 

Aron ist ein sehr aufmerksamer, hellbrauner 11-jähriger Alpakawallach. Er braucht Zeit sich an jemanden zu gewöhnen (so wie für Lamas und Alpakas ganz typisch), aber nach einiger Zeit, wenn er Vertrauen gefasst hat, lässt er sich gerne von seinem Menschen streicheln. Am liebsten mag er während der Fresspausen gestreichelt werden. Beim Bergabgehen kann er schon mal ganz flott werden.

 

 

Diego kam zu uns als er gerade ein Jahr wurde. Mittlerweile ist er 7 Jahre alt und ein wunderschöner, kräftiger, braun-weißer Alpakawallach. Die meisten Menschen finden ihn allein wegen seinem Aussehen sehr süß. Diego ist ein flotter Geher. Die großen Lamas beeindrucken ihn wenig, wenn es darum geht den besten Platz an der Futterraufe zu ergattern und selbst Rico hat da oft das Nachsehen. Da sind die größeren Lamas ziemlich baff, wie frech er sich da benimmt und das ist wohl sein Vorteil ;-). Ebenso wie Lama Ferdinand es getan hat, hat er sich Pato angenommen und gab ihm Nähe und Schutz, wenn Pato in jüngeren Jahren es gebraucht hat. Diego blieb auch bei Wanderungen immer stehen, um sich nach Pato umzudrehen und um auf ihn zu warten, wenn Pato sich bei einer Pause zu weit von den anderen entfernt. Er geht sehr brav spazieren, weiß genau was er mag und was er nicht mag und zeigt das sehr schön mittels Körpersprache!

 

 

Darf ich vorstellen? Pato. Seit Oktober 2014 Teil des Teams und jetzt 4 Jahre alt. Der reinweiße (naja manchmal nicht ganz so reinweiße ;-) )Pato besticht mit seinen blauen Augen und seinem lustigen Wesen, ist interessiert, neugierig und einfach unglaublich entzückend, aber er hat es auch faustdick hinter den Ohren.  Aufgrund seiner Taubheit, braucht er ruhige Menschen, die keine Angst vor Tieren haben, denn Unsicherheiten kann er nicht gut zuordnen und sie irritieren ihn. Bleiben die Menschen ruhig, geht es auch ihm gut. Man muss wirklich viel lachen, wenn man mit Pato geht, denn was immer ihm einfällt, wird er in derselben Sekunde unternehmen, d.h. er läuft man schnell voraus, dann bleibt er wieder abrupt stehen und es kann gut sein, dass er sich plötzlich am Boden legt und sich auf der trockenen Erde oder im Laub wälzt.

 

 

Marley ist ein 5-jähriger Suri-Alpaka-Wallach und ist seit Oktober 2018 bei uns. Er ist ein ganz ein lieber, gutmütiger Kerl. Man munkelt ja, dass Suris "ursprünglicher" sind. Bei Marley stimmt das. Er geht zwar gerne mit, brav und unkompliziert mit. Allerdings behält er die Menschen ganz genau im Auge. Schnelle Bewegungen in seine Richtung verursachen, dass er einen Satz auf die Seite macht. Daher dürfen Leute mit ihm gehen, die ruhig sind. Während er am Anfang des Trainings mind. 1 Meter Abstand zu seinem Menschen gehalten hat, kommt er jetzt schon sehr nahe. Er hat seidige Wolle, aber er lässt sich (noch) nicht berühren. Vielleicht kommt das ja noch, vielleicht aber auch nicht.

 

 

Rossini ein Wooly-Lama ist seit November 2019 bei uns. Er ist 8 Jahre alt und ist das größte meiner Tiere. Mein 10-jähriger Sohn liebt ihn! Ich würde ihn als "Riesenbärli" bezeichnen. Anfangs (v.a. im Winter und Frühlingsanfang) hatte er oft Futterstress so bald er draußen war ("da draußen ist das Gras doch sooooo gut") und beschwerte sich, wenn er nicht fressen durfte, aber nach 15 min gehen ist er ganz gemütlich. Er lässt sich auch bald streicheln und kommt auch nah heran. Bei Rossini ist es gut liebevoll aber bestimmt zu sein. Bestimmt ist wichtig, damit kommt er besser zurecht als wenn jemand ihn alles durchgehen lässt.

Die Lama Lady wünscht viele

wunderschöne und unvergessliche Momente

mit ihrem tierischen Team!

 

Rest in peace: Unvergessen und ewig in unserem Herzen:

Ferdinand war ein liebenswerter schwarz-weißer Lamawallach. Er liebte Nähe und Streicheleinheiten: Je mehr Kinder ihn gebürstet haben, um so lieber war es ihm. Außerdem war er auch der gutmütige Onkel für Alpaka Pato. Leider hatte er schwerwiegende Probleme mit seinen Beinen und starb am 7. Jänner 2019 mit 7 Jahren.

Sir Henry war ein hellbrauner 10-jähriger Lamawallach und das Leittier der Herde. Er war 2013 der schönste Wallach Österreichs. Henry war zwar das Leittier, hatte es aber nicht nötig, dies ständig gegenüber den anderen Tieren zu zeigen. Seine ruhige und souveräne Art zeichnete ihn aus. Er starb in den Morgenstunden des 5. Oktobers 2019. Die Todesursache konnte trotz Sektion nicht herausgefunden werden.

 

Hier meine Abschiedsworte an Sir Henry:

Henry ich vermisse dich sehr. Du hast mir gezeigt, was es bedeutet ein wahrer Chef zu sein: freundlich, hochsozial, klar und sicherheitsvermittelnd.
Ich bin dir unendlich dankbar, dass du mir während des Aufbau meines kleinen Unternehmens den Rücken gestärkt hast, indem du für Ruhe, Klarheit und Ausgleich in der Herde gesorgt hast. Ich habe dir so gerne zugeschaut, wie du hoch erhobenen Kopfes gewandert bist. Wie sich jegliches Dominanzverhalten der Menschen durch deine Klarheit in ein Miteinander verwandelt hat und deine zweibeinigen Freunde am Ende der Wanderung ein Leuchten in den Augen hatten.
Du hast mir Ruhe und Gelassenheit vermittelt. Und ich weiß, dass du entweder in Frieden ruhst oder bereits entspannt auf einer himmlischen Wiese frisst und mir zu zwinkerst.
Das Leben ist oft nicht so wie wir es uns wünschen, denn ich habe immer wieder still gebetet, dass du uralt wirst, gleichzeitig wusste ich aber auch dass du ohne viel Aufsehen gehen wirst. Ohne dass ich eine Chance habe für dein Überleben zu kämpfen.
In deinem Sinne werde ich die Trauer zulassen und gleichzeitig nach vorne schauen. Lass mir Ferdinand grüssen.